Was ist eigentlich so revolutionär an an dezentraler, direkter Kommunikation?

Vielen Leuten ist es nicht bewusst wie zentralisiert und kompliziert unsere Moderne elektronische Kommunikation überhaupt ist, daher hier ein Beispiel:

Ein guter Freund ist zu Besuch, er nutzt bei mir auch mein WLAN mit. Ich erzähle Ihm von einem lustigen Meme das ich heute gesehen habe und möchte Ihm das Bild per Messenger zusenden. Ich sende das Bild nun mit einem Messegner (WhatsApp, o.Ä.), das Bild wird nun von meinem Handy an meinen Router übertragen, von dort zu einem Knotenpunkt an der Straße, über Glasfaserleitungen an weitere Schnittstellen, bis es schließlich den Atlantik überquert um auf einem anderen Kontinent auf einen Server des jeweiligen Dienstes, dem Handy (und somit dem Benutzeraccount meines Kumpels) zugeordnet zu werden und von dort aus wieder den selben langen weg zurück.

Hört sich unnötig kompliziert an, nicht wahr?

Und was wäre wenn der Server auf dem die Nachricht meinem Kumpel zugewiesen wird aufgrund irgendeines Ereignisses nicht erreichbar wäre? Das mag in der Beschriebenen Situation noch verschmerzlich sein. Das sieht allerdings ganz anders aus wenn man sich beispielsweise trotz einer Zensur-Firewall sicher über Ländergrenzen hinweg kommunizieren möchte. Denn aufgrund der dezentralen Struktur von Fermat wird eine Transaktion oder Nachricht nicht immer über ein und dieselbe Leitung und Strecke zum Empfänger geleitet, sondern von Node zu Node und daher sobald es eine Lücke in der Zensur-Firewall (z.B. ein Node welches über ein VPN, wie Tor, mit einem anderem außerhalb jener Firewall kommuniziert) gibt sich über diese weiter verbreitet.

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